Autoren-Interview von CassiopeiaPress mit Hubert Hug

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Bei mir gab es keinen direkten Weg. Ich wohne in einer Sackgasse an einem Bach. Davor bin ich oft umgezogen und habe die verschiedensten Umgebungen kennenlernen können. Schreiben war jedes Mal der Drang, etwas aus der Fantasie festzuhalten. Sinnloses oder Merkwürdiges ist darunter. Der Gesang des ausgestorbenen Pirols. Doch manchmal spüre ich, wie Ausgedachtes wahr wird. Dann ist es an der Zeit für Neues.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Es sind immer die neuesten Bücher, denen ich gerade Leser wünsche. Bei jeder neuen Geschichte denkt man zuerst, sie sei besser als die vorigen. Manchmal ist es sogar so. In den meisten Geschichten geht es um eine – manchmal absurde – Erfindung, die eine Anwendung im Bösen finden soll.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort:Ich bin bisher nur an einer Serie, «Die Raumflotte von Axarabor», beteiligt. Der Vorteil dieser Serie ist für mich die Zahl der Freiheitsgrade. Der großräumig vorgegebene Rahmen ermöglicht es, seine eigenen Ideen, neue Welten, ohne dabei Gehirnscheren ausgeliefert zu sein, zu entwickeln.

Die meisten Koautoren kenne ich nur von ihren Geschichten und versuche mich an deren Themen etwas zu orientieren. So habe ich in den Vorläufergeschichten zum Beispiel nach neuartigen und effizienten Waffensystemen gesucht und etwas entdeckt.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Science-Fiction: Die abtrünnige Welt

Horror: In der Falle rätselhafter Kräfte

Science in Fiction: Der rätselhafte Schlüssel

Fantasy: Haare des Grauens

Autoren-Interview von Cassiopeia.Press mit Karl Plepelits

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Durch das Übersetzen. Ich habe insgesamt fünf antike und mittelalterliche griechische Romane übersetzt (erschienen im Hiersemann-Verlag, Stuttgart, 1976 – 2003). Und vor allem die zwei antiken sind so spannend, dass sie mich buchstäblich zum Verfassen eigener Romane verlockt haben.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Zunächst einmal naturgemäß meinem jüngsten, „Zum Meucheln verdammt“, der Lebensgeschichte eines offenbar von der Vorsehung dazu Verurteilten, immer wieder Morde zu begehen.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Nein

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort:

  1. Krimi und Thriller. Beispiele: „Zum Meucheln verdammt“, „Von Mord zu Mord“, „Rache muss sein“, „Der Preis des Ehebrechens“
  2. Liebe und Erotik. Beispiele: „Dein sei mein ganzes Herz“, „Michel und Micheline“, „Wer eine Frau begehrlich ansieht“
  3. Historisches: Beispiele: „Helenos und Helena“, „Ich liebte eine Hexe“, „Der Mord und das Mädchen“
  4. Abenteuer. Beispiele: „Geliebte Myriam, geliebte Lydia“, „Die Himmelfahrt des kleinen Karli“
  5. Mythologisches: Beispiel: „Die wunderbaren Abenteuer des Liebesgottes“
  6. Kurzgeschichtensammlungen: Beispiele: „Das Fest der Liebe“, „Das Reich des Todes“

Autoren-Interview Cassiopeia.Press mit Rainer Popp

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Ich bin im Deutschunterricht meines Gymnasiums zum Schreiben angeregt worden. Erste Gedichte mit 15 Jahren; erste Veröffentlichungen in der Unterprima, zeitgleich Mitglied im Verband deutscher Schriftstelller (VS).

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Der Titel der Neuerscheinung lautet: Küsse von Mama. Es geht darum, dass ein Drehbuchautor, der als kleiner Junge unter dem Bett seiner Mutter mitansehen und mitanhören musste, was sich über ihm abspielte, wenn sie ihre Freier empfing, plötzlich in eine Schaffenskrise gerät und Heilung sucht in psychiatrischer Behandlung. Doch das Schicksal nimmt dabei einen verhängnisvollen Verlauf, in den drei Menschen verstrickt sind: ein Mann und zwei Frauen.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Ich habe keine Serie im ursprünglichen Sinne geschrieben; stattdessen eine Roman-Trilogie von knapp 1000 Seiten. Der Titel: Im Angesicht der Lüge.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Mein Genre ist der literarische Roman. Ein weiterer Titel als Beispiel: Die Tage und die Ewigkeit. Ich schreibe aber auch gesellschaftspolitische Sachbücher: Die aktuelle Veröffentlichung: In den Zeiten des Zorns – Ein Manifest für Deutschland.

Cassiopeia.Press: Arbeiten Sie zur Zeit an einem Thema zu einem neuen Buch?

Antwort: Ja. Das tue ich. Der Arbeitstitel: Das Schweigen der Schatten. Der Kern der Geschichte: Ein Frankfurter Börsenmakler, sehr wohlhabend und todkrank, zieht sich zum Sterben in ein Land zurück, das ihm der Wurf eines Reiskorns auf eine vor ihm ausgebreitete Weltkarte vorausbestimmt hat. Dort trifft er auf eine Eingeborene, die zu seiner Erlösung aus höchster Not wird.

Rainer Popp arbeitet und lebt in Köln.

Autoren-Interview von Cassiopeia.Press mit A.F.Morland

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Ich habe schon in der Schule immer die längsten Aufsätze geschrieben. Es hat mir einfach Spaß gemacht, Geschichten zu erzählen. Später wurde daraus ein Hobby und schließlich mein Beruf.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Mein „Lieblingskind“ ist Tony Ballard. Ganz klar. Schließlich habe ich den erfunden. Aber ich liebe auch meine anderen „Kinder“, ganz gleich, in welchem Genre.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Die Serie Tony Ballard schreibe ich alleine. Beteiligt war, beziehungsweise bin ich an Jerry Cotton, Kommissar X, Fledermaus, Spuklicht, Gaslicht, Axarabor… Ich habe Western, Heimat-, Arzt-, Liebesromane, Geschichten aus dem Pfarrhaus, Horror, BRAVO-Taschenhefte, erotische Taschenbücher und vieles mehr veröffentlicht.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Das kann ich nicht, weil es zu viele sind.

Autoren-Interview mit Annette Paul / Eva Joachimsen

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Ich habe mit Schreiben angefangen, um meine grauen Zellen zu beschäftigen, als junge Mutter und Hausfrau fiel mir nämlich die Decke auf den Kopf. Es gab zwar reichlich zu tun, aber die Gespräche mit Kleinkindern waren nur wenig anregend. Aus den Kinder- und Alltagsgeschichten der Anfangszeit wurden dann Kurzgeschichten für Zeitschriften und später Kinderbücher, Liebes-, Fantasy- und Science-Fiction-Geschichten und Romane.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort:Tanz in die Liebe“, weil ich selbst gerne tanze und es schade finde, dass diese schöne Freizeitbeschäftigung trotz „Let’s Dance“ nicht mehr so beliebt ist.
Das Buch enthält drei Kurzromane, die in einer fiktiven Tanzschule spielen. In „Der Regentanz bringt die Liebe“ leitet Sandra eine Kindertanzgruppe. Verärgert weist sie einen jungen Vater mit einer hochschwangeren Frau ab, als der mit ihr flirtet. Dabei findet sie ihn sympathisch.
In „Tanzen macht auch Sportmuffeln Spaß“ wird die musikalische, aber unsportliche Finja von ihrer Freundin überredet, einen Tanzkurs zu machen und lernt dort nette Leute kennen. Vor allem Olli und Lennard erweisen sich als echte Freunde.
In „Erfolg lässt sich nicht erzwingen“ freut sich die noch unerfahrene Turniertänzerin Melanie, dass ihr Schwarm Mirko mit ihr tanzen will. Doch bald wird sie von ihrem ehrgeizigen Partner überfordert, sodass sie in finanzielle und berufliche Schwierigkeiten gerät.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Nein, ich habe noch nie an einer Serie geschrieben. Aus den Tanzromanen sollte ursprünglich eine Reihe werden, leider hat sich das Projekt dann zerschlagen.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Ich schreibe in verschiedenen Genres unter verschiedenen Namen. Eva Joachimsen schreibt Liebes- und Schicksalsromane, wie „Das Unschuldslamm“, Annette Paul Kindergeschichten wie „Ratte Prinz im Weihnachtsbaum“ und Aileen O’Grian Science-Fiction wie „Abels Vermächtnis“ und Fantasyromane wie „Rowan – Kampf gegen die Drachen“.

Autoren-Interview mit Ann Murdoch

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Ich habe schon als Kind in der Schule gern geschrieben, und als sich vor vielen Jahren die Gelegenheit bot, die Fürsprache eines etablierten Autoren zum Einstieg bei Kelter zu nutzen, habe ich gern davon Gebrauch gemacht.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Ich wünsche allen meinen Büchern viele Leser. Aber besonders liegen mir der ägyptische Krimi „Tameriq, Wächter des Totenbuchs“ und „Time-Travellers – Mit Trans-Time-Net Inc durch die Zeit“ am Herzen. Dazu kommt die Sammlung von Kurzgeschichten „Hölle 2.0“, die die Bürokratie in der Hölle satirisch beleuchtet. Außerdem gefällt mir selbst die sechsteilige SF-Serie „Die Wormhole-Affäre“ besonders gut, die demnächst hier erscheint.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Serien habe ich gleich mehrere bereichert. Zur Zeit bin ich noch an „Vampir Gothic“ und „Tiberius Elroy“ beteiligt, außerdem habe ich die Bergroman-Serie „Der Alpendoktor“ allein geschrieben.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Romantic-Thriller: Der Pakt mit dem Bösen
Historischer Krimi: Tameriq – Wächter des Totenbuch
SF: Time-Travellers
Liebesroman: Michael allein auf der Welt
Fantasy: Die Eorin-Saga
Grusel-Krimi: Tiberius Elroy und der Golem

Autoren-Interview mit Astrid Gavini

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Bereits mit 12 Jahren schrieb ich meine ersten Kurzgeschichten. Offiziell hießen diese Geschichten >Schul-Aufsätze< aber die Lehrer stuften sie als >Romane< ein und baten mich stets, nicht über die Höchstanzahl von vier A4 Seiten hinaus zu schreiben.
Da ich frühzeitig neben der schriftstellerischen Tätigkeit auch der Kunstmalerei fröne, wurden sehr schnell meine Geschichten zu Bildern oder meine Bilder zu Geschichten. Als 14jährige schrieb ich die ersten Zeitungsartikel oder auch Kurzgeschichten für regionale Blätter. Kurze Zeit später begab ich mich auf eine große Recherchereise über die Reservationspolitik der USA und den Missständen unter denen die amerikanischen Eingeborenen heute noch zu leiden hatten.
Über diese ersten Romane hinaus eröffnete sich mir das große Interesse an weniger bekannten oder gar vergessenen zeitgenössischen sowie historischen Ereignissen. Zurzeit schreibe ich mit Begeisterung und Erfolg über die Karoliner, die in Deutschland geradezu unbekannte schwedische Armee von König Karl XII. Zwischendurch ergibt sich auch immer wieder die Zeit für ein historisch angehauchtes Kinderbuch.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: „Seelen im Nebel“ Band I bis IV
Die Romane erzählen menschliche Schicksale in einem Wismar des frühen 18. Jahrhunderts. Die einst blühende Hansestadt an der Ostsee wurde nach dem 30jährigen Krieg zur mächtigsten Garnison des schwedischen Königreiches umgestaltet.
Wismar liefert unzählige Erzählungen und Geschichten über seine mittelalterliche Größe. Meine Romane sind wahrhaftig einmalig, da man über die Epoche der Schwedenzeit noch nie in dieser Weise geschrieben hat. Die Recherchen hierfür wurden von Wismarer sowie schwedischen Historikern unterstützt. Der Leser erfährt also nicht nur sehr viel über das karge Leben der Bürger (für die in meinen Büchern ein verwaistes Geschwisterpaar steht) in einem verarmten Wismar während der Zeit des Hochbarock, sondern auch über das Wirken der dort stationierten schwedischen Soldaten ( hier hebe ich den Stadtkommandanten hervor) sowie das zum Teil aufreibende miteinander.
Darüber hinaus bekommt der Leser Einblick in den Verlauf des Großen Nordischen Krieges. Es ist eine Romanreihe die Männer und Frauen in gleichem Maße anspricht.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Die noch nicht vervollständigten Bände zu >Seelen im Nebel< ist hervorzuheben. Serien über den Großen Nordischen Krieg werden sich anschließen.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Zeitgenössische Geschichte : Moondancer – Flucht in die Hoffnung
History: Seelen im Nebel ( zurzeit 4 Bände)
Historische Kinderbücher: Die Mistelmaus von St. Marien

Autoren-Interview mit Bernd Teuber

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Über das Zeichnen von Comics.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Finsteres Herz. Der Roman handelt von der Suche nach einem Kindermörder.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Katharina Ledermacher, Die Raumflotte von Axarabor,
Vincent Drago – Der Höllendämon, Armageddon Zone, Corrigan – Die verlorenen Jahre, Dämonenjäger David Murphy

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel

Antwort: Krimi: Katharina Ledermacher – Das Leben eben
Thriller: Ranok – Der Killer
Science Fiction: Die Raumflotte von Axarabor – Der Todesflug der FATUM
Horror. Vincent Drago – Der Höllendämon
Fantasy: Im Schatten der Raben

Erschienen: Die Raumflotte von Axarabor Band 100

Das Jubiläum der erfolgreich gestarteten Science Fiction Serie “Die Raumflotte von Axarabor” rückt mit großen Schritten näher. Band 100 hat doppelten Umfang und ist vorab bereits exklusiv hier erhältlich. Es wird auch eine Paperback-Lizenzausgabe erscheinen.

Zehntausend Jahre sind seit den ersten Schritten der Menschheit ins All vergangen. In vielen aufeinanderfolgenden Expansionswellen haben die Menschen den Kosmos besiedelt. Die Erde ist inzwischen nichts weiter als eine Legende. Die neue Hauptwelt der Menschheit ist Axarabor, das Zentrum eines ausgedehnten Sternenreichs und Sitz der Regierung des Gewählten Hochadmirals. Aber von vielen Siedlern und Raumfahrern vergangener Expansionswellen hat man nie wieder etwas gehört. Sie sind in der Unendlichkeit der Raumzeit verschollen. Manche errichteten eigene Zivilisationen, andere gerieten unter die Herrschaft von Aliens oder strandeten im Nichts. Die Raumflotte von Axarabor hat die Aufgabe, diese versprengten Zweige der menschlichen Zivilisation zu finden – und die Menschheit vor den tödlichen Bedrohungen zu schützen, auf die die Verschollenen gestoßen sind.

Autoren-Interview mit Christian Dörge

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Christian Dörge: Wenn ich mich recht entsinne war dies ein ganz natürlicher, organischer Prozess – die häufig kolportierte Lieber-Deutschlehrer-ich-hab‘-da-was-geschrieben-Phase habe ich übersprungen. Ich habe immer wahnsinnig gern und dementsprechend viel gelesen, und irgendwann – es dürfte zu Beginn der 80er Jahre gewesen sein – war ich der Auffassung, auch Geschichten erzählen/schreiben zu müssen. Schuld daran waren – dessen bin ich sicher – Michael Moorcocks Jerry-Cornelius-Bücher.
Ich habe (meinem Naturell entsprechend) einige Zeit benötigt, um aus der ‚literarischen Anonymität‘ herauszutreten… vermutlich wollte ich auf Nummer sicher gehen: Meine Texte Dritten zum Lesen (und – was schlimmer ist – zum Zwecke der Beurteilung!) zu geben, widerstrebte mir zunächst; ich hatte mir eine Art ‚inneren Bullshit-Sensor‘ erarbeitet, der möglichst zuverlässig verhindern sollte, allzu Amateurhaftes unter die avisierte Leserschaft zu verteilen.
Dass auf besagten Sensor nicht immer Verlass war, bewiesen meine ersten Veröffentlichungen in den Jahren 1984 und 1985 (herrje, ich war damals 15 resp. 16 Jahre alt!), Erzählungen, Kurzgeschichten, die allesamt wohl nicht so aufregend waren. Aber sie waren ein Anfang. Ein Anfang im Bereich Trivialliteratur freilich, Horror, Science Fiction, Fantasy – und ich meine mich sogar an ein bis zwei Kurzkrimis zu erinnern. Ich habe damals viel ausprobieren und veröffentlichen dürfen, es war eine gute, lehrreiche Zeit, für die ich bis heute dankbar bin. Und ich hatte das Glück, seit 1984 niemals für die Schublade schreiben zu müssen.
1987 änderte sich abrupt Grundsätzliches: Ich kam mehr und mehr mit den Werken von James Joyce, Arno Schmidt, Luis Buñuel und vor allem Jean Cocteau in Verbindung, die meinen Blick auf die Kunst im Allgemeinen und die Literatur im Besonderen veränderten. Buchstäblich von heut‘ auf morgen verabschiedete ich mich von dem, was gemeinhin als Trivialliteratur bezeichnet wird, und entwickelte eine Vorliebe für ausgesprochen experimentelle, surreal-expressionistische Texte. Diese komplette Neu-Orientierung war vor allem wirtschaftlich recht gewagt, doch wiederum war das Glück mir zugetan, und es gelang mir, in der literarischen Independent-Szene eine ganz eigene Stimme als Autor und Dramatiker zu entwickeln und diese in den folgenden Jahren sehr erfolgreich in Form zahlreicher Theaterstücke (von denen ich diverse auch selbst inszenierte), Erzählungen, Lyrik-Sammlungen und Romane umzusetzen und auszubauen. Dass meine literarischen Veröffentlichungen ab der zweiten Hälfte der 90er Jahre quantitativ zurückgingen, war vor allem meiner Musiker-Karriere und der daraus resultierenden Einsicht, dass der Tag auch für mich nur 24 Stunden umfasst, geschuldet.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?
Christian Dörge: Aktuell wünsche ich meinem Buch Kopernikus 8818 – Eine Werkausgabe besondere Aufmerksamkeit, denn es enthält – wie der Titel es bereits andeutet – meine wichtigsten Texte der Jahre 1988 bis 2018: Lyrik, Kurzgeschichten, Erzählungen, Theaterstücke, vollständig illustriert. Die heterogene Struktur dieses sehr umfangreichen Buches (erhältlich als E-Book, Paperback und Hardcover) macht es allerdings schwierig resp. geradezu unmöglich, ein ‚Worum geht’s?‘ zu definieren.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?
Christian Dörge: Im Jahr 2014 kehrte ich – zögerlich, aber doch – zur etwas geradlinigeren Literatur zurück; ich glaube, mein Autoren-Kollege Michael Breuer hatte mir damals diesen freundlichen Floh ins Ohr gesetzt. Daraus ergaben sich die Noir/SF-Serie Southern Gods und die Post-Doomsday-Serie Futurekill, zu denen aktuell jeweils zwei Bände lieferbar sind, was keine allzu beeindruckende Zahl ist – und allzu deutlich darauf querverweist, das mir die Zeit leider fehlte, diese Serien mit der nötigen Konsequenz zu verfolgen. Aufgrund der langen Unterbrechungen ist fraglich, ob ich die Serien weiterschreiben werde.
Neben dem Zeitmangel ist ein wichtiger Aspekt folgender: Es ist für mich als Autor wichtig, ein Serienkonzept zu erschaffen, das mir interessant genug erscheint, um es auch tatsächlich durchhalten und fortentwickeln zu können, mit Spaß an der Sache zu arbeiten und nicht – ich sag’s ganz offen – die Lust zu verlieren. Daher muss ich’s mir für die Zukunft ganz genau überlegen, mit welchen Serien ich gewissermaßen ‚das Haus‘ verlasse, und diesbezüglich bin ich momentan recht guter Dinge: Ich habe seit Dezember zwei wirklich schöne Konzepte entwickelt – eine etwas andere Regional-Krimi-Serie und eine limitierte Mystery-Serie um eine verschwundene junge Frau. In den kommenden Wochen wird sich entscheiden (müssen), was daraus wird.
Und dann… bereite ich noch mehrere Beiträge für die SF-Serie Die Raumflotte von Axarabor vor, auf meine Art, was interessant werden dürfte. Hoffe ich zumindest.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!
Christian Dörge: Ich bin kein besonders flexibler Autor, heißt: Ich schreibe nicht auf Zuruf, und es gibt diverse Genres, in denen ich schlichterdings gar nicht schreiben möchte. Letztlich bevorzuge ich künstlerisch motivierte Literatur, die im Dramatischen und Experimentellen zuhause ist, hier sei – wiederum – mein Buch Kopernikus 8818 – Eine Werkausgabe genannt. Ansonsten darf’s gern kafkaesker Cyberpunk sein (Spectropia Suite), ein merkwürdiger Hybrid aus Crime Noir und Alternativwelt-Roman (Southern Gods) oder eine sinistre Dystopie (Futurekill). Oder eine spaßige Zusammenarbeit mit Ronald M. Hahn: Wir beendeten vor rund zwei Jahren Thomas Zieglers legendäre SF-Serie Flaming Bess mit dem sehr, sehr merkwürdigen Roman Der Monolith.
Ansonsten wird sich zeigen, wie’s weitergeht. Und dass es weitergehen muss ist so sicher wie der singularly wild place in Zettels Traum.

Christian Dörge ist mit dem Apex-Verlag und dem Imprint „Der Roman-Kiosk“ unser Partnerverleger im Printbereich. Für mehr Infos zu ihm: www.christiandoerge.de