Autoren-Interview von Cassiopeia.Press mit Roland Heller

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Ich habe seit meiner Jugend eine Unmenge von Geschichten gelesen, die meisten faszinierten mich, aber manche davon entsprachen nicht dem, was ich mir erwartet hatte. So begann ich meine eigenen Geschichten zu schreiben, zuerst in regionalen Publikationen. Das weitete sich dann aus.

Werner Dietsch (Glenn Stirling) gefiel mein Roman „Zehn Stunden bis Sonnenaufgang“, z.Z. wieder als Book Rix zu lesen, und so stieß ich zu der Riege der Autoren.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Ich habe gerade meine zehnbändige Fantasy-Reihe „Gondar“ abgeschlossen. In diesem Zyklus habe ich eine Reihe netter und phantastischer Abenteuer geschildert, denen ich mehr Leser gewünscht hätte.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Ich habe an der Reihe „Western – Wolf“, die jetzt unter dem Label Texas-Wolf erscheint mit drei Romanen mitgewirkt und aktuell eben die Gondar-Serie und jetzt bei „Die Raumflotte von Axarabor“ mitgestalten dürfen.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Meine erste Liebe galt der Science Fiction. Das Buch, das mir in letzter Zeit am meisten Freude bereitet hat, ist „Konkurs – oder die Stunde der Konzerne“. Eine Dystopie, die den Gedanken durchspielt, was passiert, wenn ein Staat Pleite geht.

Begonnen habe ich meine Karriere als Western Autor, und da nenne ich immer noch „Zehn Stunden bis Sonnenaufgang“, erschienen unter dem Pseudonym Richard H. Henderson.

Verwandt zur SF ist die Fantasy. Wenn ich einen Titel nennen soll, der besonders rasant die Handlung abspult, – es fällt mir schwer, weil mir eigentlich alle gefallen – nenne ich Band 5, „die Riesen von Pana.“

Noch ein Wort zu Gondar: Das Konzept der Reihe ist vierzig Jahre alt. Band 1 hat ebenso viele Jahre auf dem Buckel. Ab Mitte Band zwei sind sie neu geschrieben

Neben diesen klassischen Unterhaltungsgenres habe ich mich in den verschiedensten Medien getummelt. Nach dem großen Sterben der Heftromane habe ich mich anderen Tätigkeiten gewidmet, als Jungautor zählte ich noch nicht zur ersten Riege, das Schreiben aber nie aufgegeben. Die Magazine benötigten Kurzgeschichten en masse, als Ghostwriter ließ sich etwas verdienen, das Radio bot Platz für Hörspiele (Konkurs entspringt im ersten Teile einem Hörspiel), …

Autoren-Interview von Cassiopeia.Press mit Thomas Ostwald alias Tomos Forrest

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Ich habe schon während der Schulzeit begonnen, für meine Mitschüler Krimis zu schreiben – natürlich per Hand, dann auch sehr früh schon mit der Schreibmaschine

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Ganz besonders viele Leser wünsche ich nicht einem meiner Einzeltitel, sondern meiner Reihe um Sir Morgan, den Löweritter. Die breit angelegte Geschichte spielt zur Zeit von König Richard Löwenherz in Cornwall

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Schwert & Schild – Sir Morgan, der Löwenritter

Bolthar der Wikingerffürst

Harald der Wikingerkönig

Centurio Marcus – Roms jünger Offizier

Henry Logan, der Timetraveller-Agent

Merlin, Artus und die Ritter der Tafelrunde – der 13. Ritter

Klaus Störtebeker der Schrecken der Meere

Rolf Torring’s Abenteuer

Old Shatterhand – neue Abenteuer

Kara ben Nemsi – neue Abenteuer

Jules Vernes Kapitän Nemo – neue Abenteuer

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Mittelalter – Sir Morgan, Blutmond über Cornwall

Wikingerzeit – Bolthar – Fringas Schwert

Fantasy – Der 13. Ritter

Krimis – Tod eines Wikingers

Abenteuer – Rolf Torring, Pongos Tod

Autoren-Interview von CassiopeiaPress mit Rowena Crane

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Ich benötigte Ablenkung von der Arbeit. Da ich schon immer kleinere Geschichten und Gedichte geschrieben hatte, setzte ich mich einfach an den Computer und fing an zu schreiben.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Was doch alles so passiert … 😉 Das sind Kurzgeschichten und es

soll Ende April als Neuauflage mit mehr Geschichten veröffentlich werden.

Klappentext: „Wer hat in seiner Kindheit keinen Unsinn gemacht?
Wem ist in der Küche nicht schon einmal ein Malheur passiert?
Jeder von uns hatte doch schon einmal ein besonderes Erlebnis mit einem Tier – oder? Wer hat sich noch nie über etwas oder jemand köstlich amüsiert? Wer verreist, kann auch etwas erzählen! Und wer Kinder hat, na – der erlebt so allerhand. Stimmt’s? Viele lustige, auch traurige und ernste Erlebnisse, die Rosa Klein mit ihrer Familie erlebt hat – hier sind sie niedergeschrieben.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Die Reihe Blutstropfen. Die ersten vier Bücher diese Reihe handeln von Tina und dem Vampir Angelo, über ihre Schwierigkeiten und Probleme, zueinanderzufinden und mehr. Andere Vampire, Hexen, Wandler und andere mystische Wesen kreuzen ihre Wege. Und oftmals geht es auch um Leben und Tod. Die folgenden Bücher sich eigenständige Romane der Reihe. Auch hier dreht sich alles um Liebe, Intrigen, Kämpfe von Vampiren und anderen mystischen Wesen.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Liebesroman: Sie wollte keinen Bodyguard

Fantasie, Vampirromane: Blutstropfen (9 Bücher, das 10. ist in Arbeit)

Kurzgeschichten: Was doch so alles passiert … 😉 (Neuauflage soll demnächst veröffentlicht werden)

Interview mit Wolf G. Rahn

Die Edition Bärenklau freut sich, das Lebenswerk des Schriftstellers Wolf G. Rahn zu veröffentlichen. Wir begrüßen Sie ganz herzlich in unserem Team, Herr Rahn. Vielleicht stellen Sie sich einmal kurz vor. Wer ist Wolf G.Rahn?

Wolf G. Rahn: Ich habe verhältnismäßig spät mit dem Schreiben angefangen. Zunächst hatte ich einen ganz ’normalen‘ Lebenslauf. Kurz vor dem Weltkrieg geboren, war meine Kindheit durch Entbehrungen geprägt. Ich absolvierte die Realschule und die Lehre zum Feinmechaniker, besuchte anschließend neben meiner Tätigkeit als Facharbeiter abends eine Technikerschule, was mir auf Grund meiner Prüfungsergebnisse ein Stipendium für die Ingenieurschule einbrachte. 17 Jahre arbeitete ich dann in einer Firma für feinoptische und elektronische Messgeräte – aber ich spürte, dass ich meine ganze lange Ausbildung dem falschen Beruf gewidmet hatte. Kein Wunder. Durch die Zeit nach dem Krieg manifestierte sich der Wunsch nach Sicherheit, und risikofreudig war ich eigentlich nie. Aber selbst zu diesem Zeitpunkt dachte ich nicht an eine Karriere als Autor. 

Erst als ich mich mit meinem Vorgesetzten überwarf und ich gleichzeitig nebenberuflich viel mehr hätte schreiben können, als ich schaffte, hängte ich meinen ’seriösen‘ Beruf kurzer Hand an den Nagel und wechselte 1980 ins Lager der Berufsautoren.

Zu meiner Person: Ich war 45 Jahre verheiratet, seit ca. 7 Jahren leider verwitwet. Ich habe zwei Kinder, drei Enkel und zwei Urenkel. In Berlin geboren, verschlug es mich aus beruflichen Gründen nach Oberbayern in eine Kleinstadt, die erst nach dem Krieg entstand. Ich wohne allein in einem Reihenhaus neben sehr netten Nachbarn und fühle mich hier wohl. Da mir trotzdem meistens die Decke auf den Kopf fällt, reise ich gerne und habe erst im hohen Alter von 75 Jahren mit Fernreisen begonnen, da ich mich zum Glück noch fit genug fühle. Als Hobby wären vor allem das Singen in einem gemischten Chor und die Ahnenforschung zu nennen.

Wann haben Sie Ihren ersten Roman geschrieben, wie kam es dazu und wo wurde er veröffentlicht?

Wolf G. Rahn: Eines Tages, da hatte ich mein halbes Leben schon hinter mir, begann ich in meiner Freizeit zu schreiben. Einen Krimi, den ich auch tatsächlich einem Verlag anbot. Ich muss mich dafür entschuldigen, denn das Machwerk war absolut dilettantisch. Natürlich wurde es abgelehnt. Aber dann fielen mir einige Heftromane in die Hand, die ich ganz schrecklich fand. Zum Glück habe ich vergessen, welche es waren. Da dachte ich mir: ‚Wenn du das nicht besser schreiben kannst, dann kannst du wirklich nicht schreiben‘. Ich schrieb also alle 5 Heftroman-Verlage an, die damals existierten, und fragte, ob Bedarf an einem Krimi bestünde. Vom Zauberkreis-Verlag erfuhr ich, wie so ein Manuskript auszusehen habe. Leider wurden keine Krimis gebraucht, aber mit einem Horror-Roman könnte ich es gerne versuchen. Und das Wunder geschah. Mein Erstling, für den ich zwei Monate benötigte, wurde nicht nur angenommen, ich wurde auch zu weiteren Romanen ermuntert. Das war einer der unglaublichsten Momente in meinem Leben. Das Ganze geschah 1976. Damals war ich bereits 38. So viel ist sicher, wäre das Manuskript – es handelt sich übrigens um ‚Diabolons grausiges Streicheln‘, der sogar ins Hebräische übersetzt wurde – abgelehnt worden, hätte dies das Ende meiner kurzen Autorenlaufbahn bedeutet. Insofern ist er mein wichtigster Roman.

Sie haben sehr viele Romane in unterschiedlichen Genes veröffentlicht. Action, Horror, Western, Krimi und Abenteuer. Was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?

Wolf G. Rahn: Meine Vielseitigkeit war während der Zeit des Seriensterbens meine Stärke und meine Rettung. Daran war wieder der Zauberkreis-Verlag Schuld. Dort wurde es manchmal mit dem Jugendschutz arg übertrieben. Eines Tages lehnten sie einen meiner Romane aus diesem Grund ab. Ich war sauer und bot ihn ohne jede Änderung dem Pabel-Verlag an. Schon nach wenigen Tagen rief mich der damalige Redakteur Rainer Delfs ganz begeistert an, und wir vereinbarten eine weitreichende Zusammenarbeit. So kam ich zum Western und doch noch zu meinem geliebten Krimi. Aber um die Frage nach dem meisten Spaß zu beantworten. Das waren vielleicht tatsächlich die Krimis, weil ich mich da am sichersten fühlte. Aber ich habe auch alles andere mit Begeisterung geschrieben und jede neue Herausforderung angenommen. Die größte war wahrscheinlich ‚320-PS-JIM‘, denn vom Trucker-Dasein hatte ich anfangs herzlich wenig Ahnung. Umso mehr haben mich dann die positiven Reaktionen verschiedener Fernfahrer und anderer Leser gefreut. Western habe ich natürlich schon deshalb gerne geschrieben, weil dieses Genre wohl jeden Jungen während seiner Jugend begleitet. Ich hätte massenhaft Arztromane schreiben können, denn der Bedarf war immens. Aber das habe ich abgelehnt, weil mir das medizinische Fachwissen fehlte. Und Wischiwaschi à la Schwarzwaldklinik wollte ich meinen Lesern nicht zumuten.

Ihr Name und der Marken-Verlag sind sehr eng miteinander verbunden. Dort war der Chefredakteur Werner Dietsch. Wie war die Zusammenarbeit mit ihm, und an welche positiven Ereignisse erinnern Sie sich noch?

Wolf G. Rahn: Mit Werner Dietsch hatte ich nur ganz kurzen Kontakt. Nachdem Pabel fast alle ‚meiner‘ Serien eingestellt hatte, suchte ich händeringend einen neuen Abnehmer. Bei Marken kannte man inzwischen meinen Namen und wusste, dass ich auch Western schrieb. Trotzdem musste ich erst einmal 20 Seiten als Probe einreichen, und damit konnte ich Werner Dietsch offenbar überzeugen. Mein Redakteur war dann aber sein Sohn Olaf, der mich nach und nach bei verschiedenen Serien beschäftigte.

Als der Marken-Verlag seine Pforten schloss, mussten Sie sich neu orientieren. Sie haben auch Krimis geschrieben – u.a. bei KOMMISSAR X. Da fällt mir natürlich auch der Chefredakteur Werner Müller-Reymann ein. Was können Sie hier über die Zusammenarbeit erzählen?

Wolf G. Rahn: Kommissar X schrieb ich ja schon sehr bald, nachdem Rainer Delfs mich ‚entdeckt‘ hatte. Mit Werner Müller-Reymann hatte ich kaum etwas zu tun. Er gab meine Exposés frei und unterschrieb die Verträge. Telefoniert haben wir kein einziges Mal. Das war anders, als Hermann Peters noch lebte, den ich auch persönlich kennen lernte. Mit ihm war die Zusammenarbeit sehr erfreulich, und sein viel zu früher Tod hat mich erschüttert. Danach gab es dann einen ziemlich turbulenten Redakteurswechsel, was den Serien nicht gerade gut tat.

Schildern Sie uns doch bitte einmal einen typischen Arbeitstag aus Ihrer aktiven Zeit. Wie haben Sie recherchiert, wie sind Sie vorgegangen, und welche Freiheiten hatten Sie beim Schreiben, wenn es um feste Serienfiguren ging?

Als ich Freiberufler wurde, nahm ich mir vor, die alten Gewohnheiten beizubehalten. Ich setzte mich also frühmorgens um 7 Uhr an die Schreibmaschine bzw. später an den Computer und fing zu schreiben an. Nach einer Mittagspause ging es dann weiter bis gegen halb fünf. Ich war also nie ein Mensch, der bis in die Nacht hinein seine Gedanken aufs Papier hämmerte. Ein ganz normaler 8-Stunden-Tag. Was die Recherche betrifft, habe ich natürlich viel Fachliteratur gelesen. Wenn es um feste Serienfiguren ging, musste ich auch die bereits erschienenen Romane der Serie studieren. Beim Kommisar X waren lediglich die Hauptakteure mit entsprechendem Aussehen und Eigenschaften vorgeschrieben. Die gesamte Handlung konnte ich selbst entwickeln. 

Grundsätzlich habe ich immer versucht, so zu schreiben, wie ich es gerne lesen wollte. Natürlich spannend und nicht zu viele Ortsbeschreibungen, für die auf 60 Seiten ohnehin nicht viel Platz blieb. Auch wollte ich dem Leser gegenüber immer fair bleiben. Aus einem technischen Beruf kommend, lag mir die Logik am Herzen. Aufgeworfene Fragen mussten innerhalb des Romans auch schlüssig beantwortet werden. Ganz ärgerlich habe ich schon immer gefunden, wenn Autoren (auch durchaus namhafte) nach einer verzwickten Handlung plötzlich eine Lösung oder einen Täter aus dem Hut zaubern, der während des ganzen Romans überhaupt nicht in Erscheinung getreten ist.   

Wie lange haben Sie gebraucht, um einen Roman zu schreiben? Da Sie ja bei mehreren Verlagen als Autor tätig waren, kann ich mir gut vorstellen, dass es manchmal sehr enge Abgabetermine gab.

Wolf G. Rahn: Da ich ja vorher einen gut bezahlten Job hatte, wollte ich mich nicht finanziell verschlechtern. Ich musste also einiges schaffen. Einen Roman schrieb ich in ungefähr einer Woche. Hinzu kam noch die Entwicklung der Idee, das Verfassen jeweils verschiedener Exposés und natürlich die Recherche.

Also in Terminschwierigkeiten bin ich nie gekommen. Ich war ja nicht einer der ganz Großen mit tausend und mehr Romanen. Ich hatte zudem das Pech, dass schon wenige Monate, nachdem ich mich selbständig gemacht hatte, das große Seriensterben anfing. Die Autoren bemühten sich also eher um Aufträge, als dass sie damit überlastet gewesen wären. Nur in vereinzelten Fällen musste ich schnell reagieren, wenn ein Kollege einen zugesagten Termin nicht einhalten konnte.

Nun erscheinen Ihre Romane endlich wieder – diesmal als eBook. Viele Romane Ihrer einstigen Kollegen Werner Dietsch, Horst Weymar Hübner, John F. Beck und Dietmar Kuegler sind wieder in verschiedenen Serien vereint. Wie empfinden Sie das heute?

Wolf G. Rahn: Ich finde das unglaublich spannend, zumal ich niemals damit gerechnet hatte, dass meine Romane nach drei Jahrzehnten wieder von Interesse sein könnten. Das eBook-Geschäft ist Neuland für mich, aber ich fühle mich in prominenter Gesellschaft durchaus wohl. Die Situation ist diesmal eine andere. Als ich meinen ersten Roman verkaufte, war ich völlig ahnungslos, was dieses Geschäft betraf. Ich hatte keinerlei Kontakt zu anderen Kollegen, wusste nicht, was üblicherweise für ein Manuskript bezahlt wurde (die überraschenden Unterschiede erfuhr ich erst später) und schrieb in meinem Kämmerlein einsam vor mich hin. Heute sehe ich das Ganze lockerer. Es ist nicht mehr mein Job, von dem ich eine Familie ernähren muss. Aber natürlich hoffe ich, dass meine Texte auch heute wieder ihre Leser finden. Ich wundere mich ja selbst, was mir damals alles eingefallen ist.

In Kürze werden ja auch zwei bisher noch unveröffentliche Romane von Ihnen erscheinen. Wie kam es dazu, dass diese nicht mehr bei den betreffenden Verlagen veröffentlicht wurden?

Wolf G. Rahn: Die Antwort ist ganz einfach. Die Serien wurden eingestellt, und dann wurden auch bereits angenommene Manuskripte mit einem Bedauern – und ohne Honorar – wieder an den Autor zurück geschickt. Das passierte mir nicht nur bei den beiden genannten Romanen.

Wenn Sie jetzt noch etwas zum Schluss sagen möchten, dann wäre jetzt und hier die passende Gelegenheit für Sie.

Wolf G. Rahn: Ich habe damals schnell gemerkt, dass die Serien mit wiederkehrenden Helden, ähnlich den Daily Soaps im Fernsehen, bei den Lesern am besten ankamen. Nach langem Kampf mit dem zuständigen Redakteur gelang es mir schließlich, meine eigene Horror-Serie durchzusetzen. Leider war ihr nur ein kurzes Leben vergönnt, weil der Verlag das Zeitliche segnete. Deshalb freut es mich, dass die Edition Bärenklau inzwischen auch die damals nicht mehr gedruckten Romane veröffentlicht hat. Mein ‚Milton Sharp‘ war kein Superman wie die meisten Serienhelden, sondern ein Mensch mit Fehlern und Schwächen. Inzwischen wurde ein abschließendes Manuskript veröffentlicht, wodurch ich nach ungefähr drei Jahrzehnten ein logisches Ende herbeigeführt habe. Ich würde mir wünschen, dass die Serie mit dem Einstiegs-Roman ‚Das Monster von Seaford‘ bei den Lesern entsprechende Beachtung findet.

Als ich meinen erlernten Beruf aufgab, glaubte ich, dass der Heftroman ewig leben würde, hatte es ihn doch bereits während meiner Schulzeit gegeben. Das war ein schmerzlicher Irrtum, der eine finanzielle Katastrophe befürchten ließ. Inzwischen ist er fast gänzlich vom Markt verschwunden. Bevor auch noch meine letzten Serien eingestellt wurden, sah ich mich nach einem neuen Betätigungsfeld um und fand es bei den zahlreichen Publikumszeitschriften, für die ich fortan regelmäßig Kurzromane und Kurzkrimis schrieb, die zum großen Teil ebenfalls als E-Books erscheinen und eine erfreulich große Leserschaft finden. Mit Erreichen des Rentenalters stellte ich meine Tätigkeit als Autor mit wenigen Ausnahmen ein.

Wir bedanken uns für dieses Interview. 

Wolf G. Rahn: Ich bedanke mich auch für das Interesse und freue mich über unsere Zusammenarbeit.

Autoren-Interview von Cassiopeia.Press mit Leslie West

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort:: Durch Karl May und James Fenimore Cooper bin ich zu Geschichten aus der Vergangenheit Amerikas angeregt worden. Stilistisch und inhaltlich fühle ich mich bei aller Eigenständigkeit diesen beiden Schriftstellern stark verpflichtet. Auch meine Romane sind „episch“ angelegt, zwei davon haben je ca. 500 Seiten, die anderen sind kürzer. Es gibt auch ein rundes Dutzend kleinere Erzählungen. Meine Hauptfigur seit über 30 Jahren ist immer der Mountain Man, Scout, Indianeragent und Brigadegeneral Kit Carson, wobei ich die historische Persönlichkeit nach meinen Bedürfnissen ein wenig umgestaltet habe. Der historische Hintergrund ist streng authentisch, die daraus abgeleitete Handlung überwiegend fiktiv. An Western haben mich fast ausschließlich Serien interessiert, in jeder Form. Die eine Westernromanserie hatte die besten Exposés, die zweite die charismatischsten Figuren, die dritte den besten Personalmix, die vierte die beste Handlung. Ich wollte genau die eigene Serie geschaffen haben, die ich selbst auch am liebsten gelesen hätte.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort:: Mein Favorit wäre „Der Treck nach Kalifornien“, weil es der ideale Einstieg in meinen „Kit Carson-Kosmos“ ist. Der junge Kit Carson soll einen Wagenzug nach Kalifornien einholen, dessen verräterischer Scout den Treck aus Habgier ins Verderben führen will. Nachdem Kit dies verhindern und weitere Gefahren abwenden konnte, übernimmt er selbst die Leitung. Dabei lernt er Ezra Carlisle und dessen bezaubernde Nichte Linda kennen, in die er sich verliebt. Als er ihr Vertrauen gewonnen hat, verraten sie ihm, dass sie ein Drittel einer Schatzkarte besitzen. Sie verweist auf einen Jesuitenschatz, der auf einer Insel im Golf von Kalifornien verborgen sein soll. Kit überträgt die Leitung des Wagenzugs seinem Freund Jim Bridger und zieht mit den Carlisles weiter. An der niederkalifornischen Küste fallen die drei Gefährten zunächst Piraten die Hände. – Mit diesem Roman konnte ich meine „epischen Ambitionen“ auf ca. 500 Seiten voll ausleben. Es würde mich freuen, wenn viele Leserinnen und Leser diesen Wälzer mit dem gleichen Vergnügen verschlingen würden wie ich ihn geschrieben habe.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Immer nur meine eigene Serie über Kit Carson. Eine Handvoll Kit Carson-Romane und ein knappes Dutzend Kit Carson-Erzählungen sind in der Serie „San Angelo Country“ meines Autorenkollegen und Freundes Alfred Wallon erschienen, natürlich im gleichen Verlag.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Im fiktiven Bereich habe ich ausschließlich Western geschrieben. Gerne würde ich mit diesen beiden Links zu meinen Veröffentlichungen „Lust auf mehr“ machen: Link 1 und Link 2

Autoren-Interview von CassiopeiaPress mit Hubert Hug

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Bei mir gab es keinen direkten Weg. Ich wohne in einer Sackgasse an einem Bach. Davor bin ich oft umgezogen und habe die verschiedensten Umgebungen kennenlernen können. Schreiben war jedes Mal der Drang, etwas aus der Fantasie festzuhalten. Sinnloses oder Merkwürdiges ist darunter. Der Gesang des ausgestorbenen Pirols. Doch manchmal spüre ich, wie Ausgedachtes wahr wird. Dann ist es an der Zeit für Neues.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Es sind immer die neuesten Bücher, denen ich gerade Leser wünsche. Bei jeder neuen Geschichte denkt man zuerst, sie sei besser als die vorigen. Manchmal ist es sogar so. In den meisten Geschichten geht es um eine – manchmal absurde – Erfindung, die eine Anwendung im Bösen finden soll.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort:Ich bin bisher nur an einer Serie, «Die Raumflotte von Axarabor», beteiligt. Der Vorteil dieser Serie ist für mich die Zahl der Freiheitsgrade. Der großräumig vorgegebene Rahmen ermöglicht es, seine eigenen Ideen, neue Welten, ohne dabei Gehirnscheren ausgeliefert zu sein, zu entwickeln.

Die meisten Koautoren kenne ich nur von ihren Geschichten und versuche mich an deren Themen etwas zu orientieren. So habe ich in den Vorläufergeschichten zum Beispiel nach neuartigen und effizienten Waffensystemen gesucht und etwas entdeckt.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Science-Fiction: Die abtrünnige Welt

Horror: In der Falle rätselhafter Kräfte

Science in Fiction: Der rätselhafte Schlüssel

Fantasy: Haare des Grauens

Autoren-Interview von Cassiopeia.Press mit Karl Plepelits

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Durch das Übersetzen. Ich habe insgesamt fünf antike und mittelalterliche griechische Romane übersetzt (erschienen im Hiersemann-Verlag, Stuttgart, 1976 – 2003). Und vor allem die zwei antiken sind so spannend, dass sie mich buchstäblich zum Verfassen eigener Romane verlockt haben.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Zunächst einmal naturgemäß meinem jüngsten, „Zum Meucheln verdammt“, der Lebensgeschichte eines offenbar von der Vorsehung dazu Verurteilten, immer wieder Morde zu begehen.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Nein

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort:

  1. Krimi und Thriller. Beispiele: „Zum Meucheln verdammt“, „Von Mord zu Mord“, „Rache muss sein“, „Der Preis des Ehebrechens“
  2. Liebe und Erotik. Beispiele: „Dein sei mein ganzes Herz“, „Michel und Micheline“, „Wer eine Frau begehrlich ansieht“
  3. Historisches: Beispiele: „Helenos und Helena“, „Ich liebte eine Hexe“, „Der Mord und das Mädchen“
  4. Abenteuer. Beispiele: „Geliebte Myriam, geliebte Lydia“, „Die Himmelfahrt des kleinen Karli“
  5. Mythologisches: Beispiel: „Die wunderbaren Abenteuer des Liebesgottes“
  6. Kurzgeschichtensammlungen: Beispiele: „Das Fest der Liebe“, „Das Reich des Todes“

Autoren-Interview Cassiopeia.Press mit Rainer Popp

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Ich bin im Deutschunterricht meines Gymnasiums zum Schreiben angeregt worden. Erste Gedichte mit 15 Jahren; erste Veröffentlichungen in der Unterprima, zeitgleich Mitglied im Verband deutscher Schriftstelller (VS).

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Der Titel der Neuerscheinung lautet: Küsse von Mama. Es geht darum, dass ein Drehbuchautor, der als kleiner Junge unter dem Bett seiner Mutter mitansehen und mitanhören musste, was sich über ihm abspielte, wenn sie ihre Freier empfing, plötzlich in eine Schaffenskrise gerät und Heilung sucht in psychiatrischer Behandlung. Doch das Schicksal nimmt dabei einen verhängnisvollen Verlauf, in den drei Menschen verstrickt sind: ein Mann und zwei Frauen.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Ich habe keine Serie im ursprünglichen Sinne geschrieben; stattdessen eine Roman-Trilogie von knapp 1000 Seiten. Der Titel: Im Angesicht der Lüge.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Mein Genre ist der literarische Roman. Ein weiterer Titel als Beispiel: Die Tage und die Ewigkeit. Ich schreibe aber auch gesellschaftspolitische Sachbücher: Die aktuelle Veröffentlichung: In den Zeiten des Zorns – Ein Manifest für Deutschland.

Cassiopeia.Press: Arbeiten Sie zur Zeit an einem Thema zu einem neuen Buch?

Antwort: Ja. Das tue ich. Der Arbeitstitel: Das Schweigen der Schatten. Der Kern der Geschichte: Ein Frankfurter Börsenmakler, sehr wohlhabend und todkrank, zieht sich zum Sterben in ein Land zurück, das ihm der Wurf eines Reiskorns auf eine vor ihm ausgebreitete Weltkarte vorausbestimmt hat. Dort trifft er auf eine Eingeborene, die zu seiner Erlösung aus höchster Not wird.

Rainer Popp arbeitet und lebt in Köln.

Autoren-Interview von Cassiopeia.Press mit A.F.Morland

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Ich habe schon in der Schule immer die längsten Aufsätze geschrieben. Es hat mir einfach Spaß gemacht, Geschichten zu erzählen. Später wurde daraus ein Hobby und schließlich mein Beruf.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort: Mein „Lieblingskind“ ist Tony Ballard. Ganz klar. Schließlich habe ich den erfunden. Aber ich liebe auch meine anderen „Kinder“, ganz gleich, in welchem Genre.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Die Serie Tony Ballard schreibe ich alleine. Beteiligt war, beziehungsweise bin ich an Jerry Cotton, Kommissar X, Fledermaus, Spuklicht, Gaslicht, Axarabor… Ich habe Western, Heimat-, Arzt-, Liebesromane, Geschichten aus dem Pfarrhaus, Horror, BRAVO-Taschenhefte, erotische Taschenbücher und vieles mehr veröffentlicht.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Das kann ich nicht, weil es zu viele sind.

Autoren-Interview mit Annette Paul / Eva Joachimsen

Cassiopeia.Press: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Antwort: Ich habe mit Schreiben angefangen, um meine grauen Zellen zu beschäftigen, als junge Mutter und Hausfrau fiel mir nämlich die Decke auf den Kopf. Es gab zwar reichlich zu tun, aber die Gespräche mit Kleinkindern waren nur wenig anregend. Aus den Kinder- und Alltagsgeschichten der Anfangszeit wurden dann Kurzgeschichten für Zeitschriften und später Kinderbücher, Liebes-, Fantasy- und Science-Fiction-Geschichten und Romane.

Cassiopeia.Press: Welchem Ihrer Bücher wünschen Sie im Moment besonders viele Leser? Und worum geht es in diesem Buch?

Antwort:Tanz in die Liebe“, weil ich selbst gerne tanze und es schade finde, dass diese schöne Freizeitbeschäftigung trotz „Let’s Dance“ nicht mehr so beliebt ist.
Das Buch enthält drei Kurzromane, die in einer fiktiven Tanzschule spielen. In „Der Regentanz bringt die Liebe“ leitet Sandra eine Kindertanzgruppe. Verärgert weist sie einen jungen Vater mit einer hochschwangeren Frau ab, als der mit ihr flirtet. Dabei findet sie ihn sympathisch.
In „Tanzen macht auch Sportmuffeln Spaß“ wird die musikalische, aber unsportliche Finja von ihrer Freundin überredet, einen Tanzkurs zu machen und lernt dort nette Leute kennen. Vor allem Olli und Lennard erweisen sich als echte Freunde.
In „Erfolg lässt sich nicht erzwingen“ freut sich die noch unerfahrene Turniertänzerin Melanie, dass ihr Schwarm Mirko mit ihr tanzen will. Doch bald wird sie von ihrem ehrgeizigen Partner überfordert, sodass sie in finanzielle und berufliche Schwierigkeiten gerät.

Cassiopeia.Press: Haben Sie Serien geschrieben? An welchen sind Sie beteiligt?

Antwort: Nein, ich habe noch nie an einer Serie geschrieben. Aus den Tanzromanen sollte ursprünglich eine Reihe werden, leider hat sich das Projekt dann zerschlagen.

Cassiopeia.Press: In welchen Genres schreiben Sie? Nennen Sie in jedem dieser Genres einen exemplarischen Buchtitel!

Antwort: Ich schreibe in verschiedenen Genres unter verschiedenen Namen. Eva Joachimsen schreibt Liebes- und Schicksalsromane, wie „Das Unschuldslamm“, Annette Paul Kindergeschichten wie „Ratte Prinz im Weihnachtsbaum“ und Aileen O’Grian Science-Fiction wie „Abels Vermächtnis“ und Fantasyromane wie „Rowan – Kampf gegen die Drachen“.